In enger Zusammenarbeit mit einer bislang unbekannten Spezialabteilung des EDA hat der Kanton Bern und die Gemeinde Kandersteg eine Lösung für das von einer Annexion bedrohte Grönland vorgeschlagen, die jetzt vom Ältestenrat der riesigen Insel im Nordatlantik angenommen wurde. – Ein exklusiver Bericht, zum ersten April 2026.

«Grön» («grün») ist es auch im Berner Oberland

Der Klimawandel hat auch die bislang dänische Riesen-Insel Grönland ergriffen: Seit Jahren laufen dort erste Versuche mit dem Anbau von Erdbeeren und einigen kälteresistenten Gemüsesorten wie Wintersalat, Winterkohl und anderen.

Da die Einwohnerzahl der sich bis auf Höhen von 3500 m und mehr über dem Meer und bis weit ins Nordmeer erstreckenden Insel bei nur rund 56’000 Personen – vorwiegend Inuit (Eskimos) – beläuft, hat nun der noch über der dortigen Regierung stehende Ältestenrat Grönlands beschlossen, ein Angebot des Kantons Bern anzunehmen, die gesamte Einwohnerschaft der Insel im oberen Kandertal direkt unter dem Kanderfirn, im Gletschervorfeld jenseits der Bäuert Gasterntal, anzusiedeln.

In Verbindung mit einer Reihe von staatlichen Ausgleichsregelungen, vorwiegend im Energiesektor, ist auch die Gemeinde Kandersteg, zu der das Gasterntal gehört, wie man hört, einverstanden. Unterstützend greift auch der Kanton Wallis ein: Er signalisierte eine mögliche Teil-Ansiedlung einzelner Dörfer auf Walliser Gletschergebiet, sowohl am Lötschenpass selbst als auch an den Abhängen des Alteschgletschers. Hier steht die Entscheidung noch aus.  

Dabei geht es um eine Diversifizierung der verschiedenen Inuit-Interessens-Sphären im Beriech arktischer oder polar-naher Tätigkeiten.

Moderne, alternative Klima-Szenarien leitend

Grundsätzlich sind dabei alternative Klima-Szenarien leitend. Da sind zum einen gängige klimatische Modelle, die von einer schnellen weiteren Erwärmung der Alpen, und verstärkt einer Erwärmung der Hochtäler wie dem Gasterntal, ausgehen. In den dortigen Gletschervorfeldern sei – so Fachleute aus der Glaziologie – allein in den vergangenen 15 Jahren die durchschnittliche Temperatur um rund 5 Grad gestiegen. Dies, so verschiedene Biologen, könne man an den typischen Wachstumsformen von bislang nur in ihren arktischen Varianten ausgeprägten Grünpflanzen ablese. Die Pflanzen seien heute schon im Durchschnitt doppelt so hoch wie noch 2011.

Die Situation in den Hochalpen, dies war einer der ausschlaggebenden Argumente für den spektakulären Schritt, ist der Situation in Grönland vergleichbar. Und es bietet sich eine Parallele an mit der ersten «Fremd-Besiedlung» durch die Wikinger unter Erik dem Roten vor rund 1000 Jahren an. Auch damals, in der mittelalterlichen Warmzeit, die bis um das Jahr 1300 herum dauerte, war das Land zumindest im Süden Grönlands, «grün». Daher rührt auch der europäische Name der Insel, die in der Sprache der Inuit «Kalaallit Nunaat» heisst. «Inuit» bedeutet übrigens auf Deutsch «Menschen».

In der Zeit zwischen 1400 bis 1500 verschwanden die dortigen skandinavischen Siedler, die man damals noch «Grænlendingar» (gesprochen wie «Grönlandinger») nannte. Auch wurde damals das grönländische Klima wieder kälter, so dass man hier einen Zusammenhang vermutet.

Ist eine neue Eiszeit denkbar?

Sollte sich aber ein alternatives Szenario einstellen, in dem – so befürchten manche Fachleute – der heute für das recht warme Klima in Zentraleuropa verantwortliche Golfstrom abbricht, würde auch bei uns die durchschnittliche Jahrestemperatur radikal absinken.

Genau dann wäre aber die Inuit ein angepasstes und erfahrenes Volk, das die alpine Siedlungs- und sogar Bevölkerungsstruktur sehr positiv beeinflussen könnte.

Dass dies kein unrealistisches Szenario ist, kann man aus einer kürzlichen Veröffentlichung des Deutschen Bundesumweltamtes ablesen. Dort heisst es wörtlich:

«Ein Zusammenbruch der Atlantischen Ozeanzirkulation würde zu starken Änderungen in den Meeresoberflächentemperaturen führen…

… Die Durchschnittstemperaturen auf der Nordhalbkugel, insbesondere in Europa, würden deutlich sinken. So könnte die Durchschnittstemperatur in Nordwesteuropa um 1°C pro Jahrzehnt abnehmen, in Nordeuropa sogar um bis zu 3,5°C pro Jahrzehnt und nach einem Jahrhundert der Abkühlung auf einem Niveau von 5°C bis 15°C unter dem heutigen Niveau verbleiben.»

Die Schweiz, insbesondere der Kanton Bern, nehmen die bislang nur wenig diskutierte Situation aufgrund wissenschaftlicher Veröffentlichungen sehr ernst und haben deshalb anscheinend Gegenmassnahmen beschlossen.

Wird es ein «Gastern-Grön» geben?

Wenn es also im oberen Gasterntal weiter «grön» wird, wie bisher schon, dann wären dies die eingewanderten Inuit schon gewohnt. Das dortige Gletschervorfeld würde dann vermutlich in «Gastern-Grön» umbenannt.

Und wenn es – alternativ – wieder weiss und kalt würde, dann wären sie nicht so schockiert wie die einheimische Bevölkerung, die das Tal nachweislich Mitte des 19. Jahrhunderts als dauernden Wohnplatz aufgegeben hat. «Wir bauen dann einfach wieder Iglus», soll einer der Ältesten in Grönland bei der Vorstellung des Plans gesagt haben.

Kurz: Im Berner Oberland hätten die Inuit eine echte Überlebenschance. Denn als Alternative zu den Iglus könnten sie in den eventuellen Warmphasen die italienischen Trulli-Häuser kopieren, die den Iglus auch in der Bauweise ähnlich sind. Dies alles wäre im Gletschervorfeld des Kandergletschers machbar.

Auch Fauna teilweise übertragbar: Eisbären-Import?

Auch die Fauna könnten sie zum Teil mitbringen oder eben auf alpine Tiere «zurückgreifen» zumindest für ihr Lebensgefühl.

Einige kleine Eisbär-Babys bekommen oben auf dem Jungfraujoch ein dem «Tierwohl» angepasstes Freigehege mit einem Stück Eis vom Gletscher. Über einen 24-Stunden-TV-Kanal können die Inuit (sie «Eskimos» zu nennen, empfinden dort manche als Beschimpfung) auch in ihren vermutlichen Trulli-Iglus per Kabelanschluss «ihren» Eisbären beim Wachsen und Adaptieren zusehen. Ein Heimatgefühl wäre damit gesichert.

In den heutigen Klimaverhältnissen müssten die Inuit ihre Anoraks allerdings gegen leichte Regenmäntel eintauschen – und Bergsteiger-Helme gegen den Steinschlag.

Politische Dimension des Plans

Zum Glück weiss die amerikanische Regierung nichts von den weiten Hochgebirgen Grönlands, den Rohstoff-Vorräten und den dort vermuteten seltenen Erden und weiteren Rohstoffen.

Sie vermuten dort nur eine «Eisinsel» (wörtlich) und stellen sich eine mögliche Besiedlung von Pinguinen vor, wie vor einigen Wochen publik wurde.

Den grönländischen Eisbären könnten speziell die auf eine sinnvolle Besiedlung anscheinend unvorbereiteten Südstaatler der Vereinigten Staaten – im übertragenen Sinn – ein «gefundenes Fressen» sein.

Enorme Steuer- und weitere Einnahmen erwartet

Sprachlich müsst man abwarten, wie sich Inuit mit Berndütsch verträgt und was daraus gegebenenfalls für eine teilweise neue Sprache entstünde.  

Grundsätzlich verspricht sich aber der Kanton Bern durch die Inuit-Ansiedlung eine extreme Intensivierung des Tourismus-Verkehrs aus der ganzen Welt und in der Folge auch ein deutliches Ansteigen der Steuer-Einnahmen. Es wäre aber ein «Übertourismus», der deshalb kanalisiert werden müsste.

Freund-zu-«Un-Freund-Schema» als Regulativ

In diesem Zusammenhang wurde nun ruchbar, dass das EDA insgeheim mit der Idee spielt, diese Touristenströme durch eine Art Prioritätensystem zu regeln, nämlich durch eine Art «Freundschafts-Quote». An oberster Stelle – nach den Einwohnern des Kantons Bern natürlich – würden die den Inuit verwandten Kanadier und die sie bislang regierenden Dänen zum Besuch des Gasterntals zugelassen. Dann die genetisch verwandten Chinesen und Mongolen. Dann die nordamerikanischen indigenen Stämme, die auch eine gewisse kulturelle Ähnlichkeit haben. Dann europäische Touristen. Als letztes ganz sicher die US-Amerikaner.

Technischer Ablauf der Auswanderung

Die ersten Inuit, so bislang unbestätigte Meldungen, werden die Häfen von Grönland am 1. April 2026 im Kanu und mit ihren Fischkuttern als Begleitboote in Richtung Dänemark verlassen. Der Besuch in der antiken Wikingerhauptstadt Haithabu an der dänisch-deutschen Grenze sei dann fakultativ.

Ziel des Kanu-Trecks ist aber die niederländische Rhein-Mündung, denn die Kanus werden gemeinschaftlich den Rhein und die Aare hochpaddeln. Nach einigen schleusenbedingten Umstiegen werden sie dann Ende Juni im Spiezer Ortsteil Einigen erwartet.

Dort verbleiben die Kanus dann in den grossen Hafenanlagen von Vigier, wo sie bis zur weiteren Verwendung zwischengelagert werden. Eine spätere touristische Verwendung der Boote scheint möglich. Eventuell ist dort ein Besucher-Erlebnis-Zentrum denkbar, das die «alte Heimat» der weggeruderten Grönländer zumindest museal konserviert.

Einzig der Transport der nicht mit dem Kanu anreisenden Grönländer ist noch nicht geklärt. Die Deutsche Bahn hat zwar in einer grossen Geste den kostenlosen Transport von der dänischen Grenze nach Basel angeboten. Aber aus den bisherigen Erfahrungen heraus besteht die Befürchtung, dass diese Züge – wenn überhaupt – nur sehr verspätet ankommen werden.

Zu der ganzen Sache wird sich vermutlich als nächstes der Bundesrat äussern.

Talabschluss des oberene Gasternbtals mit Blick auf den Kanderfirn. Das Bild stammt noch aus dem August 2008. Bild: «User Paebi»; Wikipedia Commons.

Im idyllischen Vigier-Gelände am Thuner See könnte es Platz für über 3000 Kanus aus Grönland geben.

Original-Inuit-Kajak auf Robbenjagd; Bild: Ville Miettinen (Wikipedia Commons)

Eine typische Grönland-Blume: «Chamerion latifolium upernavik»; Bild: Wikipedia Commons

Süditalienische Trulli-Häuser: Waren sie Vorbilder für nordatlantische Iglus? Bild: Berthold Werner (Wikipedia Commons)

Wohlhabendes grönländisches Ehepaar (vor 1909); Bild: Wikipedia Commons

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