Haus und Hof: Faszination des Wandels im vermeintlich Beständigen

Was fasziniert mich so an Immobilien? Wie haben sie mein Leben geprägt? Und was haben Immobilienbesitz, Hausbau und -renovierung sowie das Leben in und mit der Natur mit Krisen und Wandel zu tun?

Die Häuser meiner frühen Kindheit führten mich in das Leben mit archaischen Materialien wie Stein und Holz ein. Sie ließen mich die Natur mit Licht und Sonne durch Fenster, Türen und Terrassen, in den Gärten und Wäldern um uns herum erleben. Aber sie öffneten mir auch die Augen für den Wert der Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln in Kellern und Küchen. Es waren „Urjahre“ gewissermassen, die Paradigmen formten.

Gezwungen, das Paradies meiner frühen Kindheit zu verlassen, lernte ich bald, die Gebäude und Gärten meiner damaligen Familie zu renovieren und ihnen neuen Wert zu verleihen.

Ein enormer architektonischer Impuls kam von dem intensiven und manchmal täglichen Kontakt mit der fast vollständig erhaltenen Stauferarchitektur (13. Jahrhundert) in Schwäbisch Gmünd und dem nahegelegenen Kloster Lorch. Die Staufer waren allgegenwärtig.

Prägende Schlüsseljahre

Als Teenager begann ich als rechte Hand meines Vaters mit der Renovierung von Jugendstilhäusern und versuchte, eine neue Art von Zellenarchitektur für Innenstadtgebäude technisch zu entwerfen. 

Nach meinem Aufbaustudium in England setzte ich meine eigene handwerkliche Tätigkeit in den Bereichen Gebäudesanierung und Elektronik fort und war während der umfassenden Erweiterung des Frankfurter Messegeländes von 1986 bis 1989 für die weltweite Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Dazu gehörten so renommierte Gebäude wie der MesseTurm, die Frankfurter Festhalle und die Halle 1.

Der Aufbau

Anfang der 1990er Jahre begann ich mit der hessischen Denkmalschutzbehörde zusammenzuarbeiten und startete 1994 mein eigenes historisches Sanierungsprojekt. Neben der Eröffnung eines Immobilienbüros war ich 1997 für die Eröffnung des Kongresszentrums im Marriott Hotel an der Frankfurter Messe und des neu errichteten Westflügels der Nürnberger Messe verantwortlich. 

Mitte der 1990er Jahre eröffnete ich in Ascoli Piceno, Italien, eine Beratungsfirma für Hotel- und Kulturmarketing. Dort betreute ich nicht nur italienische Hotels (vor allem in Norditalien) und Weingüter, sondern auch die damalige „Meirotel“-Gruppe bei Fulda.

Die Übernahme einer verantwortungsvollen Position bei einer deutschen Bausparkasse am Bodensee veranlasste meinen Umzug in die Schweiz. Von 2001 (bereits in der Schweiz ansässig) bis 2008 lehrte ich sowohl für die deutsche AXA-Versicherung als auch für die Universität Liechtenstein in den Bereichen Immobilien und Finanzen, Recht und Steuern, Führung und Organisation sowie Betriebswirtschaftslehre/VWL (Mikro- und Makroökonomie). In Liechtenstein war ich insbesondere für das Seminar „Haftungsrecht für Finanzdienstleister“ verantwortlich.

Von 2003 bis 2008 war ich Mehrheitsgesellschafter einer kleinen schweizerisch-deutschen Spedition. In dieser Zeit schloss ich zudem rund 30 immobilienbezogene Beratungsprojekte für deutsche KMU (meist in der Krise) erfolgreich ab.

Das heutige Beratungsangebot

Nach einem Sabbatical im Jahr 2008 absolvierte ich 2009/2010 die CAS-Ausbildung (Certified Building Energy Expert, inkl. GEAK) in Luzern und arbeitete parallel an Sanierungsprojekten in der Schweiz. 2010/2011 folgte eine Tätigkeit als International Marketing Manager für ein Schweizer Immobilienunternehmen.

Um mein Fachwissen auf dem neuesten Stand zu halten, begann ich 2012 ein Studium der Informatik und Mathematik und nahm nebenberuflich weitere Tätigkeiten als Hochschullehrerin und Finanzmanagerin auf.

Seit 2019 biete ich professionelle Kommunikations- und Krisenberatung für KMU an, eine Praxis, die ich bis heute fortführe. Seit 2021 bin ich wieder als Projekt- und Immobilienentwicklerin tätig und habe mich auf Sanierungen und Gebäudeanalysen für KMU spezialisiert.


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